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Zanshin 

Die Gründungsmitglieder des Karate Zanshin Bergisch Gladbach e.V. haben mit Initiator und Cheftrainer Hardy Berscheid im Januar 1996 entschieden, das japanische Wort Zanshin im Vereinsnamen zu führen. Aber was bedeutet eigentlich Zanshin im Karate? 

Im Internet findet man unterschiedliche Übersetzungen, die aber alle auf den gleichen Sinn hindeuten. Wörtlich übersetzt bedeutet Zanshin u.a. „balancierter Geist“, „verweilender Geist“ und "bewahrter Sinn“. Zanshin ist also ein Zustand hoher Geistesgegenwart, Aufmerksamkeit und Bereitschaft. Man nutzt Zanshin hauptsächlich in Kampfsituationen und hält es vor, während und nach einem Angriff oder einer Verteidigung ständig aufrecht. Aber auch in vielen Bereichen des normalen Lebens findet Zanshin seine Anwendung. Es bedeutet, sich mit freiem  und unbefangenem Geist auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, es sich bewusst zu machen und bereit zu sein für alles was kommen kann. Äußerlich zeigt sich Zanshin bei einem ausgebildeten Karateka unter anderem durch die Haltung (Shisei), Augenkontrolle (Metsuke) und den Abstand zum Gegner (Maai).

Bis ein Karateka Zanshin anwenden kann, ist jahrelanges Training, sehr viel Erfahrung und großes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten notwendig.  

Im Buch „Pinsel und Schwert - Vom Geist der Kampfkünste“ (2004) schreibt Dave Lowry: 
- ZANSHIN ist niemals auf nur ein Ziel, einen Angriff oder eine Kraftanstrengung konzentriert. Es ist keine Tsunami-Flutwelle, die auf einmal irgendwo entsteht und dann plötzlich wieder verschwunden ist. ZANSHIN ist wie ein großer Ozean, bodenlos und lebendig in seiner latenten, wallenden Energie. Wie das rhythmische Anschlagen seiner Brandung, deren Wiederhall lauter ist als das Geräusch des Anbrandens selbst, so bleibt auch die Stärke des ZANSHIN ständig präsent.  -