Eine Mütter-Idee, die Früchte trägt…

Moitzfeld. Mütter haben stets sehr gute Ideen. Nicht nur dann, wenn es um Kinder geht! Die Idee einer jungen Mutter führte Anfang 2010 zur Gründung einer eigenständigen Kleinkindergruppe im Karateverein Karate-Zanshin Bergisch Gladbach e.V. Die Gedankengänge der Mutter waren klar strukturiert: Wie kann ich mein Baby oder mein Kleinstkind früh genug in den Bewegungsabläufen fördern? Diese Idee hatte damals Angelika Berscheid, Mutter eines eineinhalb jährigen Jungen. Schnell war eine Gruppe von jungen und couragierten Müttern dabei, eine Kleinkindergruppe auf die Beine zu stellen. So waren Mütter mit ihren Kindern in der Sporthalle spielerisch zusammen und sorgten unter der Anleitung von Angelika Berscheid für eine Spielrunde, die leichte Bewegungsabläufe, Krabbeln, Turnen und die Festigung der Körperstruktur der Kleinsten und der Kleinkinder fördern und verbessern sollte.
Inzwischen gibt es bereits zwei Kleinkindergruppen: Bei den 1 bis 4-jährigen Kindern sind die Mütter dabei. Bei den 4 bis 6-jährigen Kindern bleiben die Mütter fort. Berscheid hat inzwischen auch kompetente Unterstützung erhalten. Die Gruppe der 4 bis 6-jährigen Kinder leitet Sylvia Neuhäuser-Werner, ausgebildete Erzieherin und Kleinkinder-Pädagogin.
Jeden Mittwochnachmittag kommen die Mütter mit ihren Kleinsten in der Sporthalle zusammen. Und „Karate-Zanshin“ verweist auf ein Novum: Zum gleichen Zeitpunkt treffen sich beide Gruppen, so dass Kinder, die beiden Gruppen zugeordnet werden, direkt von den Müttern betreut werden können. „Planung ist alles“, verdeutlicht Angelika Berscheid, Übungsleiterin C und Kara-T-Robics Instructress. So können beide Trainerinnen das pädagogisch orientierte Lernprogramm sehr erfolgreich umsetzen. Die Zahl von über 20 Kindern macht deutlich, dass hier vereinsintern etwas sehr Erfolgreiches für die jungen Familien getan wird.



Lachen, Schreien, Freude, spielerische Elemente, tolles Vergnügen

Und was wird nun an diesem Nachmittag getan? Spielen, Turnen, Klettern, Ballspiele und Rennen stehen auf dem umfassenden Programm für die Kinder, die mit viel Spaß, lautem Lachen, immenser Freude und Enthusiasmus dabei sind. Kleine Mutproben werden mit Hilfe der Mütter superleicht überstanden, wenn es gilt, vom Kasten zu springen. Und die Sprossenlaufleiter fördert das Gleichgewicht, wenn im Entengang über die Sprossen gelaufen wird. Natürlich gehören auch Purzelbäume, Handstände, Rad schlagen dazu, denn „wir wollen ja helfen, kleine Ängste bei den Kindern überwinden zu helfen“, macht Angelika Berscheid deutlich. Von ihr sei auch zu hören, dass sich die Kinder frei bewegen sollen, damit der eigene Spieldrang gefördert werde. Ferner sollen sie sportlich viel ausprobieren können. Und: „Die eigenen Fähigkeiten sollen entdeckt werden“, so das Credo der beiden Trainerinnen. Ohne Zweifel, an solch einem Nachmittag ist lustiges Geschrei in der Halle zu hören und man merkt sofort, hier bewegen sich Kinder, die Freude am Spiel haben. Lachen, Schreien, Freude und viele spielerische Elemente tragen zu einem wahrlich tollen Vergnügen bei – für die Kinder und natürlich auch für die Mütter, die diese Zeit nutzen, sich über Themenvielfältigkeiten auszutauschen.
Interessant dabei ist, dass die 4 bis 6-jährigen Kinder die Möglichkeit haben, in die „Bonsai“-Gruppe zu wechseln, wo sie ersten Kontakt mit Karate-Techniken haben. „Ein spielerischer Übergang innerhalb des Vereines ist so möglich“, offeriert Angelika Berscheid, die auch Shotokan-Karate betreibt und den blauen Gürtel trägt.